Gebet
Das Gebet ist der grundlegende Gottesdienst im Islam und die festeste Verbindung zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer. Der Erhabene Gott hat den Muslimen fünf tägliche Gebete (genannt Namaz) als ständige Pflicht und als ununterbrochene Quelle spiritueller Kraft, innerer Ruhe und Dankbarkeit vorgeschrieben.
Das Gebet ist nicht nur ein religiöses Ritual, sondern ein täglicher Ausdruck von Hingabe, Disziplin und Bewusstsein für die Gegenwart Gottes im Leben des Gläubigen. Durch das Gebet wird der Muslim an den Sinn seiner Existenz erinnert und hält eine beständige Verbindung zum Herrn der Welten aufrecht.
Verpflichtung des Gebets
Das Gebet wurde dem Propheten Muhammed (a.s. - "Friede sei mit ihm"), während der Mi'radsch Nachtreise und Himmelfahrt vorgeschrieben, in einem der schwersten, aber zugleich erhabensten Momente seines Lebens und seiner Sendung.
Während der Mi'radsch wurden zunächst fünfzig tägliche Gebete vorgeschrieben. Aus Seiner Barmherzigkeit gegenüber den Menschen wurde diese Zahl auf die Bitte des Propheten Muhammed (a.s.) auf fünf reduziert, bei einer Belohnung, als wären es fünfzig.
Dadurch wurde das Gebet auf eine besondere Stellung im Islam erhoben und ist zum wichtigsten täglichen Gottesdienst des Gläubigen geworden.
Fünf tägliche Gebete
Ein Muslim ist verpflichtet, fünf tägliche Gebete zu verrichten:
Fajr – Morgengebet
Dhuhr – Mittagsgebet
Asr – Nachmittagsgebet
Maghrib – Abendgebet
Is’ha – Nachtgebet
Die Verrichtung des Gebets setzt die Erfüllung der vorgeschriebenen Bedingungen voraus (Reinheit, angemessene Kleidung, Gebetszeit, Ausrichtung zur Qibla und Absicht) sowie die Ausführung des Gebets gemäss der Praxis des Propheten.
Das Gebet kann einzeln oder gemeinsam (in der Gemeinschaft) verrichtet werden, wobei das Gebet in der Gemeinschaft gemäss Überlieferungen 25 bis 27-mal mehr Belohnung einbringt.
Besondere Gebete
Neben den fünf täglichen Gebeten gibt es im Islam auch besondere Gebete:
Freitagsgebet (al-Jumu’ah) – wöchentliches Gebet, das für Männer verpflichtend ist und für Frauen empfohlen wird, sofern die organisatorischen Voraussetzungen gegeben sind
Bajramgebet – wird am ersten Tag des Ramadan-Bajram und des Opferfestes verrichtet
Tarawih Gebet – wird im Monat Ramadan nach dem Nachtgebet (Is’ha) verrichtet
Totengebet – Gebet für verstorbene Personen
Diese Gebete stärken zusätzlich Gemeinschaftssinn, Solidarität und die spirituelle Verbundenheit der Gläubigen.
Gebete in der Moschee des Vereins IG Zug
Der Verein IG Zug gehört zu den mittelgrossen Gemeinschaften der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in der Schweiz mit über 500 Mitgliedern. In der Moschee werden die täglichen Gebete regelmässig gemäss dem gültigen Gebetskalender der IZBCH durchgeführt, abgestimmt auf die schweizweite Berechnung (FIDS).
Gebetszeiten in unserer Moschee:
Sabah Gebet – feste Zeit
Dhuhr Gebet – gemäss Gebetskalender
Asr Gebet – gemäss Gebetskalender
Maghrib Gebet – gemäss Gebetskalender
Is’ha Gebet – gemäss Gebetskalender (Sommerberechnung) und fix um 19.00 Uhr (Winterberechnung)
Freitagsgebet (al-Jumu’ah) – gemäss Gebetskalender
Schlussfolgerung
Das Gebet ist das Herz des islamischen Lebens. Es formt den Charakter, stärkt den Glauben und bringt Ordnung sowie innere Ruhe in den Alltag des Gläubigen. Durch die regelmässige Verrichtung des Gebets pflegt der Muslim seine Beziehung zu Gott und zugleich zur Gemeinschaft, in der er lebt.
Der Verein IG Zug bemüht sich, bestmögliche Voraussetzungen für die Verrichtung des Gebets zu schaffen und alle Mitglieder zu einer aktiven Teilnahme am religiösen und gemeinschaftlichen Leben zu ermutigen.

